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Rund um die Materialprüfung

Prinzip der Magnetpulverprüfung (Fluxen)

Das Magnetpulververfahren zur Materialprüfung von Oberflächenfehlern, bei magnetisierbaren Werkstoffen wie u.a. Stahl, eignet sich aufgrund der Standardisierbarkeit nicht nur bei Einzelteilen, sondern auch für entsprechende Serienprüfungen. Durch die individuell einsetzbaren Techniken, können bis zu einer gewissen Bauteilgröße alle Bauteile in div. Standardanlagen geprüft werden, welche zu Serienprüfungen angepasst werden können. Zudem besteht die Möglichkeit weitaus komplexere und Größere Bauteile mit entsprechendem Sonderequipment zu prüfen.

Beschreibung

Geprüft werden können, alle ferromagnetischen Werkstoffe mit einer magnetischen Leitfähigkeit von μ > 100

Zur Gruppe der ferromagnetischen Werkstoffe zählen

  • alle Arten von Stählen und ihren Legierungen mit Ausnahme von Austeniten
  • Gusseisen

Gefunden werden alle rissartigen Werkstofftrennungen im Oberflächenbereich, die aufgrund ihrer Lage und Größe eine entsprechende Komponente zum magnetischen Feld aufweisen, wobei die Ausdehnungen eines Risses, d.h. Breite - Tiefe - Länge im Verhältnis 1 - 10 - 50 sein sollte. Bei Fehlerstellen und Einschlüssen unter der Werkstückoberfläche nimmt die Anzeigeempfindlichkeit mit zunehmender Tiefenlage sehr rasch ab.

Optische Anzeige eines Risses / einer Fehlstelle

Häufig wird die Magnetpulverrissprüfung (Fluxen) mit fluoreszierenden Prüfmitteln durchgeführt. Hier werden „μ große, fluoreszenzumhüllte Eisenteilchen“ während der Magnetisierung auf den Prüfling aufgebracht. Diese feinen pulverförmigen Teilchen sind meist ferromagnetische Eisenoxide, die in einem Trägermedium wie Öl oder Wasser gemengt sind, womit sich auch feinste Haarrisse erkennen lassen. Wir stellen im selbigen Schritt mit unseren Anlagen auch die Entmagnetisierung der eingebrachten Magnetfelder sicher. Fehlstellen im Prüfling bleiben durch die sogenannte Raupenbildung weiterhin unter UV-Licht sichtbar.

Vorteile der fluoreszierenden Magnetpulverprüfung auf Ölbasis ist:

  • Die Fehlstellen werden einfach und schnell angezeigt.
  • Für die meisten Anwendungsgebiete ist das Prüfmittel nicht störend, da dieses unter Tageslicht nicht sichtbar ist.
  • Das Bauteil wird durch das Trägermedium Öl für gewisse Zeit konserviert.

Risserkennung

Eine optimale Risserkennung erfolgt, wenn die magnetischen Feldlinien eine Materialtrennung senkrecht durchsetzen. Der Winkel zwischen der Feldrichtung und der zu erwartenden Fehlerlage sollte jedoch 30° nicht unterschreiten.

Hinweis

Das Auffinden von Materialtrennungen ist u.a. sehr stark von der Oberflächenstruktur vom Prüfling abhängig. Das bedeutet die Tiefe einer Fehlerstelle muss mindestens der zweifachen Rauhtiefe entsprechen. Weiterhin kann die Nachweisbarkeit eines Fehlers durch Scheinanzeigen vermindert werden, die durch magnetische Streufelder an Oberflächenstrukturen wie Riefen, Kratzer, Zunder, Nuten, Kanten, Permeabilitätssprüngen, Magnetschrift usw. entstehen können. Die Kraft auf die Magnetpulverteilchen ist sowohl von der Feldstärke als auch von der örtlichen Feldstärkeänderung abhängig. In manchen Fällen ist es trotz optimaler Magnetisierung kaum möglich, die für die Anzeigenbildung erforderlichen Kräfte zu erzeugen. Dies kann z.B. unter ungünstigen Bedingungen in folgenden Fällen geschehen:

  • Relativ breite Materialtrennung
  • Materialtrennungen mit stark verrundeten Kanten
  • Flach in das Werkstück einlaufende Materialtrennungen (Schalungen)
  • Mit ferromagnetischen Oxiden gefüllten Materialtrennungen

Standardprüfung

In der Oberflächenprüfung: Bauteile bis 300 mm Durchmesser und 900 mm Länge.

Sonderprüfung

In der Oberflächenprüfung: Bauteile größer 300 mm und größer 900 mm Länge – auf Anfrage.

 

Verfahrensbeschreibung


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